Hausschabe

Die Hausschabe ist etwa 13 mm groß und gelbbraun gefärbt. Sie trägt zwei auffällige dunkelbraune Längsstreifen auf ihrem Halsschild. Obwohl beide Geschlechter der Hausschabe geflügelt sind, sind sie flugunfähig. Nachdem das Weibchen seine Eier bis zu fünf Wochen mit sich getragen hat, legt es sie wahllos ab. Die Eier der Hausschabe sind sehr widerstandsfähig. Dafür sorgt eine Chitinhülle, die sie umgibt und sie auch gegen viele Bekämpfungsmethoden unempfindlich macht. Schon nach einer kurzen Zeit schlüpfen die Schabenlarven aus den Eiern. Innerhalb von weiteren zwei bis drei Monaten entwickeln sich die Larven zur Schabe. Hausschaben sind sehr lichtscheu und verkriechen sich tagsüber in dunkle, meist feuchte Verstecke. Ein Schabenbefall wird daher häufig erst spät entdeckt. Hausschaben können über einen längeren Zeitraum ohne jegliche Nahrungsaufnahme überleben. Sie ernähren sich bevorzugt von weichen, feuchten mitunter faulenden Lebensmitteln, geben sich jedoch auch mit anderem organischen Material wie Leder, Papier und Gewebe zufrieden. Hausschaben übertragen Fäulniserreger sowie eine Reihe verschiedenster Krankheiten wie etwa Milzbrand und Tuberkulose. Daneben können sie starke Verunreinigungen verursachen. Schaben werden vor allem mit Fraßködern bekämpft. Ein Einsatz von Sprüh-Insektiziden ist auch möglich, ist jedoch aufgrund der stärkeren Umweltbelastung nicht die bevorzugte Bekämpfungsmethode. Auch gegen die Hausschabe sind nur kontinuierlich durchgeführte Maßnahmen wirksam. Einzeln vorgenommene Bekämpfungsversuche haben meist keinen langfristigen Erfolg.

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